Nur 2 Minuten für einen kompletten Druckplattenwechsel

Jung und dynamisch – so lautet der Slogan, den sich die österreichische Druckerei Wograndl im burgenländischen Mattersburg zu eigen gemacht hat. Und dies zurecht. Denn besonders in den letzten Jahren hat das Unternehmen stetig in neueste Prepress- und Drucktechnologie investiert und gehört daher heute zu den führenden Druckereien Ostösterreichs. Zu den jüngsten Innovationen gehört auch eine in diesen Tagen installierte Komori Lithrone S840, die nicht nur wiederum einzigartig für die Region ist, sondern für Wograndl auch einen Bruch mit der bisherigen Tradition darstellt.

Als die Druckerei Wograndl 1956 von Josef Wograndl gegründet wurde, waren eine Schnellpresse und ein Tiegel die wesentlichen Produktionsmittel. Die üblichen kleinformatigen Drucksachen wie Briefbogen, Formulare, Handzettel und vieles andere standen im Vordergrund der Produktion. Bereits 1970 investierte das kleine Unternehmen in seine erste automatische Druckmaschine von Heidelberg. 1991 erfolgte die Investition in die erste Vierfarb-Maschine im Halbbogenformat. Seitdem investierte das Unternehmen regelmäßig und verfügt heute über vier Heidelberg-Bogenoffsetmaschinen vom A3-Format bis zum IIIb-Format, jeweils in Fünffarben-Konfigurationen.

Wograndl produziert für namhafte Kunden im Dreischichtbetrieb eine Vielzahl hochwertiger Produkte. Von der anspruchsvollen Geschäftsausstattung über Akzidenzen und Bücher bis hin zu Verpackungen legt man Wert auf „das Besondere“. Sonderfarben, Lackierungen und aufwendigste Verarbeitungen stellen kein Problem dar. Die Kunden wissen dies seit vielen Jahren zu schätzen und so ist das enorme Wachstum der letzten Jahre keine Besonderheit. Als in diesem Jahr die Errichtung eines neuen Produktionsgebäudes anstand, fiel gleichzeitig auch die Entscheidung in neue Druckmaschinen, um den stetig wachsenden Ansprüchen der Kunden gerecht zu werden.

Vier plus Dispo- oder UV-Lack Wendung vier plus Dispo- oder UV-Lack

Die jüngste Investition, eine Komori Lithrone S840 Achtfarbenmaschine mit Wendung und Doppellackwerken, ist im Grunde ein Bruch in der Tradition des Unternehmens. Jochen Wograndl, Inhaber und Geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens hat jedoch hierfür eine einleuchtende Erklärung: „Eine Vielzahl unserer Aufträge ist beidseitig vierfarbig und zumeist auch mit aufwendigen Lackierungen versehen. Wir sahen uns daher nach einer passenden Maschine um. In mehreren Gesprächen fiel die Wahl auf die Komori Lithrone S840, da sie die derzeit einzige Maschine auf dem Markt ist, die unsere Vorstellungen erfüllte.“

Die Lithrone S840 wurde bereits mehrfach ausgezeichnet und bietet eine Vielzahl von Vorteilen. So ist die Maschine, die genaue Bezeichnung ist Komori LS 840 HP 4/4 CC, bei Wograndl mit vollautomatischem Plattenwechsel, Doppellackwerk und einer Wendeeinrichtung zwischen dem vierten und fünften Druckwerk ausgestattet. Nach jedem Dispersionslackwerk ist eine Infrarottrocknung mit Heissluftrakel installiert, zudem lässt sich die Maschine bei Bedarf auch auf die UV-Druck und UV-Lack umrüsten. Das maximale Bogenformat beträgt 720 x 1030 mm, bei einem maximalen Druckformat von 710 x 1020 mm. Die Bedruckstoffstärke darf zwischen 0,06 und 1 mm liegen. Das Druckplattenformat beträgt 800 x 1030 mm.

Hoch automatisierte Technik
Jochen Wograndl schätzt besonders die hohe Rüst- und Umrüstgeschwindigkeit der neuen Maschine: „Bedingt durch den völlig neu konzipierten automatischen Plattenwechsel benötigen wir nur zwei Minuten für einen kompletten Wechsel der Druckplatten. Der Wechsel eines kompletten Auftrags ist bereits in sechs Minuten erfolgt. Dadurch können wir unsere Rüstzeiten halbieren und arbeiten sehr effizient und wirtschaftlich. Die hohe maximale Druckgeschwindigkeit von bis zu 16.000 Bg./Std. sorgt für eine weitere Erhöhung der Wirtschaftlichkeit.“ Doch nicht nur die Geschwindigkeit spielt für Wograndl eine große Rolle. Der hohe Qualitätsanspruch der Kunden wird durch die aufwendige Technik der Komori-Maschine unterstützt. Eine Dreizylinderwendung mit doppelt großen Zylinderumfängen, das Skeleton-Transfersystem mit luftgeführtem Bogen und das computergestützte Ein- und Ausfärbesystem sorgen für einwandfreie Drucke.

Die Komori LS840 ist mit der Druckvorstufe über CIP4/JDF angebunden und läuft somit im gesamten Workflow des Unternehmens hervorragend mit. Der Heidelberg Prinect-Workflow verbindet alle Bereiche des Unternehmen von der Auftragssachbearbeitung bis zum Druckweiterarbeitung, wobei derzeit etwa 50% aller Systeme über das JDF-Format kommunizieren.

Quelle: Komori

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