Mit dem „Rücken zur Wand“ kämpfen derzeit viele Druckereien um ihr Überleben. In solch einer Situation, prüft man gerne jede Möglichkeit, um wieder wettbewerbsfähig zu werden und/oder es auch zukünftig zu bleiben. Eine dieser „Möglichkeiten“, bietet das jahrelang verschmähte Internet. Jetzt endlich, scheint es auch für die breite Basis der Druckindustrie salonfähig geworden zu sein. Offen wird auf Verbandsebene, den Fachveranstaltungen der Industrie und in den einschlägigen Publikationen das Thema „Web-to-Print“ als eine Chance für die Branche diskutiert.  Spät genug, aber vielleicht nicht zu spät.

Was aber ist „Web-to-Print“ eigentlich? Bernd Zipper, Technologie- und Strategieberater der ZIPCON Consulting aus Essen/Deutschland definiert es so: „Web-to-Print ist die servergestützte Online-Erzeugung von individuellen Druck-Dokumenten unter Einbeziehung der notwendigen kaufmännischen Prozesse.

Klingt einfach aber ist es das auch in der Umsetzung? Was für die eine Druckerei noch Neuland ist, ist für die andere schon ein „alter Hut“ und ein schon seit Jahren erfolgreich praktizierter Vertriebsweg. Genau aus diesem Umstand ergibt sich für „Neueinsteiger“ auch die Notwendigkeit, auf die „Einbeziehung der notwendigen kaufmännischen Prozesse“ allergrößten Wert zu legen. Sich als Druckerei einen eigenen „Web-to-Print-Shop“ zuzulegen ist eine Sache, diesen Shop aber auch erfolgreich und gewinnbringend zu vermarkten ist eine ganz andere. Nicht zuletzt aus diesem Grund, gibt es bereits erste Druckereien, die sich wieder von Ihren „Online-Shops“ getrennt haben. Wie macht man es also richtig?

5 Fragen, die Sie sich stellen sollten

  • Welche Ziele verfolgen Sie mit Ihrem eigenen „Web-to-Print-Shop“?
  • Mit welcher Summe finanzieren Sie  Ihr Projekt „Web-to-Print“ für die ersten 12 Monate (Einrichtung/Betreuung + Vermarktung)?
  • Haben Sie schon eine Vermarktungsstrategie für Ihren zukünftigen „Online-Shop“ (Anzeigen, Suchmaschinenmarketing, Soziale Netzwerke etc.)?
  • Wie grenzen Sie sich mit Ihrem Shopangebot gegenüber dem Wettbewerber ab?
  • Wer betreut Ihren „Online-Shop“, neben dem Tagesgeschäft in Ihrer Druckerei und bringt die dafür notwendigen Kenntnisse mit sich?

Leider ist also auch die eigene „Web-to-Print-Lösung“ kein Selbstläufer. Erst einmal kostet Sie Zeit und Geld und macht viel Arbeit. Die Meßlatte für gute, erfolgreiche „Online-Shops“ in der Druckindustrie hängt hoch. Einige Druckereien verfügen bereits über eine jahrelange Erfahrung, die es gilt aufzuholen, will man denn ebenso erfolgreich sein. Kaum Sinn macht es, den Kunden mit halbherzigen Shopangeboten gewinnen zu wollen, dies gilt sowohl für die Form, wie auch die Inhalte Ihres neuen „Online-Angebotes“. Sehr wohl Sinn macht es, die professionelle Umsetzung dieses Projektes auch einem Profi zu überlassen. Da inzwischen nun doch schon fast jede Druckerei über eine eigene Webseite verfügt, sollte man damit anfangen diese zu überarbeiten, zu aktualisieren und dem zukünftigen „Web-to-Print-Shop“ formal und technisch anzupassen.

Wie auch immer Sie sich entscheiden, gilt es Chancen und Risiken, sowie auch Aufwand, Nutzen und Kosten realistisch gegeneinander abzuwägen. Sicherlich kann „Web-to-Print“ eine gute Möglichkeit sein, um auch bei der neuen Generation von Drucksacheneinkäufern wieder ein interessanter Gesprächspartner zu werden. Grundsätzlich ist es ja das Ziel jeglicher Aktivitäten, neue Kunden und neue Druckaufträge für die eigene Druckerei zu generieren und dies, möglichst ohne in eine Kostenfalle zu tappen.

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