Druckpreise in der Druckindustrie

Druckpreise: Der Trend nach unten setzt sich fort

Mit Drucksachen läßt sich offensichtlich immer weniger Geld verdienen. Die Druckpreise fallen weiter und weiter. Ein Ende ist bislang nicht in Sicht. Wer vor 5 Jahren, auf Seiten der Druckereien, fest davon überzeugt war, die Druckpreise könnten nicht mehr weiter fallen, ist zwischenzeitlich mit aller Härte vom Gegenteil überzeugt worden. Im dem Maße, wie die „Neuen Medien“ an Boden gewinnen, verlieren ihn die alten (Print) Medien mit jedem weiteren Jahr das vergeht.

Die Wirtschaftskrise wirkte da letztendlich nur noch wie ein Brandbeschleuniger und ließ die Druckpreise bei vielen Druckprodukten nochmals drastisch sinken. Glaubt man den „Propheten“ in der grafischen Industrie, so werden etwa noch weitere 2.000 Druckereien in Deutschland in den nächsten 5 Jahren vor dem Aus stehen. Wie also wird wohl die mittelfristige Zukunft der Druckpreise angesichts solcher Prognosen aussehen?

Kühle Rechner vergleichen immer öfter auch Druckereien und deren Druckpreise

Agenturen, Produktioner, Verlage, die Industrie und auch öffentliche Einrichtungen vergleichen mittlerweile bei fast jeder Auftragsvergabe die Druckpreise. Kein Wunder, sind doch Unterschiede von 100% und mehr, bei den Druckpreisen an der Tagesordnung.

Gerade Werbeagenturen werden von Ihren Kunden immer öfter angehalten, doch auch Druckereien und Druckpreise zu vergleichen. Bei absolut gleicher Spezifikation, kommen da doch einige Druckereien in einen Erklärungsnotstand, nachdem sie Ihr Angebot abgegeben haben.

Bei Preisdifferenzen von bis zu 800 %, wie es in Einzelfällen schon vorgekommen ist, wird selbst der loyalste und treueste Drucksacheneinkäufer hellhörig und fängt an über den Tellerrand zu schauen. Zu erklären sind diese Druckpreise nicht mehr. Der Druckereikunde der Gegenwart, muss fast bei jedem Auftrag wieder neu „gewonnen“ werden. Die „automatische Auftragsvergabe“ an die Stammdruckerei ist Geschichte.

Verständlicherweise, liegen angesichts solcher wirtschaftlichen Umstände bei den Verantwortlichen in vielen Druckereien die Nerven blank. Kalkulationsprogramme und Deckungsbeiträge spielen, fast schon gezwungenermaßen,  zunehmend eine untergeordnete Rolle.

Die Regel ist, das der „Markt“ den Preis macht und eben dieser Markt scheint keine Regeln mehr zu kennen. Die notwendige Auslastung der Maschinenkapazitäten wird über den Druckpreis angestrebt, eine gefährliche Rechnung, die früher oder später nicht mehr aufgeht, wie die zahlreichen Insolvenzen von Druckereien bedrückend deutlich machen.

Druckindustrie 2020 – Die Zukunft

Der Druckpreis als alleiniges Kriterium für die Auftragsvergabe birgt auch Risiken

Wer aber, auf Kundenseite,  Drucksachen immer und ausschließlich nur über den Druckpreis kauft, geht mitunter auch ein nicht zu unterschätzendes Risiko ein. „Der billigste Jakob“ ist nicht immer auch die optimale Druckerei für das anstehende Druckprojekt. Der Unterschied ist groß und wirkt sich nicht selten auch auf die Qualität der Drucksachen aus.

Verwendungszweck, Produktionsaufwand und Anspruch an die Drucksache, sollten zumindest  auf „Augenhöhe“ mit dem Druckpreis stehen, wenn es gilt die richtige Druckerei auszuwählen. Wenn die Druckerei es dann auch noch versteht, sich ihrerseits nicht nur auf eine „Lieferrantenrolle“ reduzieren zu lassen,  sondern sich als Lösungsanbieter und kompetenter Medienpartner  in´s rechte Licht zu setzten, so verliert der „reine Druckpreis“, als alleiniges Entscheidungskriterium, etwas von seiner Bedeutung. „Spitz kalkuliert“, wird er allemal sein müssen.

photo credit: IowaAndy via photopin cc

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