Arjen van der Meulen von Kodak erklärt, warum eine durchgängige Farbkontrolle heute für den Erfolg von Druckdienstleistern von entscheidender Bedeutung ist.

Farbe ist und bleibt die größte Herausforderung, mit der Unternehmen der grafischen Industrie tagtäglich konfrontiert sind. Für Druckereien, die ihre Aktivitäten vom Offset- in den Digitaldruck und den Multimediabereich ausgedehnt haben, ist die Farbgenauigkeit eine noch anspruchsvollere Aufgabe. Eine mangelnde Konstanz der Farbwiedergabe während des Produktionsprozesses ist nach wie vor eine der Hauptursachen für Reklamationen und Nacharbeiten. Darunter leidet die Rentabilität von Druckereien sowie ihre Fähigkeit, den Kunden eine konstante Qualität zu bieten. Als einer von wenigen Lieferanten mit einem umfassenden Lösungsportfolio ist Kodak sehr gut aufgestellt, um von der Datei-Erstellung bis zur finalen Ausgabe bezüglich Farbe eine rationelle Anbindung, optimierte Vorhersagbarkeit und Fehlerfreiheit zu erreichen. Dies ermöglicht den Anwendern, die Farbreproduktion zu optimieren, ihre Effizienz zu steigern, die Qualitätskontrolle zu verbessern, Zykluszeiten zu verkürzen und Kosten zu senken.

Verlässliche, konstante Farbe ist für den geschäftlichen Erfolg grafischer Betriebe von entscheidender Bedeutung. Deshalb entwickelt Kodak Produkte, die den Anwendern eine zuverlässige Farbverarbeitung und -wiedergabe von der Konzeptionsphase bis zum fertigen Endprodukt ermöglichen. Kodak’s Strategie für die Farbkontrolle lässt sich sowohl bei den eigenen Systemen als auch bei Produkten anderer Hersteller umsetzen, vorausgesetzt Letztere erfüllen bestimmte Verarbeitungsanforderungen. Eine effektive Farbmanagementlösung sorgt dafür, dass Farbe im gesamten System automatisiert und integriert verarbeitet wird. Auf diese Weise lassen sich menschliche Eingriffe oder Interaktionen mit Bedienern auf ein Mindestmaß reduzieren, wodurch auch Fehlerquellen ausgeschlossen werden. Andererseits müssen die Werkzeuge an den Stellen, an denen menschliche Eingriffe erforderlich sind, intuitiv und ergonomisch sein, um von Anwendern mit unterschiedlichem Farb-Know-how bedient werden zu können.

Dementsprechend hat Kodak Farbtechnologie und Software entwickelt, die diese Faktoren systematisch berücksichtigt, eine automatische Anpassung ermöglicht und drei entscheidende Strategien umsetzt. Erstens: automatische Kommunikation der Farbanforderung entlang der gesamten kreativen und produktiven Kette unter Verwendung einer gemeinsamen Sprache, Terminologie und Standards wie ICC. Zweitens: erhöhte Stabilität und Kontrolle, um Farbverbindlichkeit bei jeder Aktion und zu jeder Zeit zu gewährleisten. Und drittens: Verfolgung der Farbprozesse durch Rückmeldungen, dass die richtigen Verarbeitungsschritte in der richtigen Reihenfolge und mit den richtigen korrekten Daten ausgeführt wurden.

Beim Farbmanagement besteht die eigentliche Herausforderung nicht in der Farbwissenschaft an sich, sondern vielmehr darin, sämtliche Farbkontrollelemente wie Profile, Kurven und Sonderfarbenrezepturen nach ihrer ursprünglichen Implementierung konstant beizubehalten. Farbe ist das Resultat zahlreicher Prozesse und Verarbeitungsschritte. Viele davon stehen untereinander in einem Beziehungsgeflecht. Daher ist es wichtig, die Farbkontrolle auch dann aufrechterhalten zu können, wenn sich Produktionsparameter ändern – z. B. durch den Wechsel des Proofpapiers oder der Druckfarbe. Mit dem Color Relationship Management setzt Kodak bei seinen Workflow-Produkten einen systematischen Ansatz um. Das Color Relationship Management verknüpft Farbelemente und deren Wechselbeziehungen und unterstützt den Anwender dabei, die richtigen Veränderungen vorzunehmen, wenn sich eine oder mehrere Farbquellen oder Zielbedingungen verändern.

Einige Schlüsselfaktoren der Farbkontrolle
Für eine erfolgreiche Farbwiedergabe sind beim jeweiligen Ausgabegerät folgende Schritte auszuführen:
• Drucklinearisierung/-kalibrierung: Eine Grundvoraussetzung für konstante Ergebnisse ist die Grundkalibrierung auf einen bekannten Bezugspunkt, wenn sich die Druckbedingung durch den Wechsel von normalen Produktionsparametern wie Farben oder Bedruckstoff ändert. Selbstverständlich sollten sich alle am Produktionsprozess Beteiligten der Bedeutung der Prozesskontrolle bewusst sein.
• Implementierung: Der Workflow bzw. das Front End, das dem Gerät vorgeschaltet ist, muss Farbstandards wie ICC-Profile übernehmen und sie ordnungsgemäß verarbeiten, damit die gewünschten Resultate erzielt werden. Für eine erfolgreiche Implementierung ist es unerlässlich, dass alle Systeme im Produktionsprozess untereinander mit der gleichen Terminologie hinsichtlich Dateiformaten und gewünschten Druckstandards kommunizieren.

Unternehmen der Druckindustrie sind heutzutage immer mehr gefordert, kurze Auftragsdurchlaufzeiten zu realisieren. Folglich bleibt den Betrieben immer weniger Zeit, ihre Mitarbeiter mit den neuesten Technologien und Verfahren vertraut zu machen. Wenn es nicht nur um die geeignete Technologie geht, können die erfahrenen Farbspezialisten von Kodak Anwender bei der Implementierung der Farbkontrolle in der gesamten Produktionsumgebung unterstützen.

Quelle: Kodak’s Graphic Communications Group

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